Krafttier Gottesanbeterin Bedeutung
Das Krafttier Gottesanbeterin steht für stille Sammlung, Achtsamkeit und Mut im richtigen Augenblick. Sie bittet dich innezuhalten und zeigt dir, was gesammelte Aufmerksamkeit vermag.

Was bedeutet das Krafttier Gottesanbeterin?
Stille Sammlung und Mut im richtigen Augenblick: Beides lehrt dich die Gottesanbeterin als Krafttier. Ihren Namen verdankt sie den Fangbeinen, die sie vor der Brust zusammenlegt, als würde sie beten. In Wahrheit wartet sie, grün oder braun zwischen Gräsern und Kräutern, so reglos, dass man sie leicht übersieht. Kommt ein Insekt in Reichweite, schnellen die Fangbeine in einem Bruchteil einer Sekunde vor. Ihren dreieckigen Kopf kann sie weit drehen, sie sieht räumlich und schätzt Entfernungen genau ab. Bei uns braucht sie Wärme: In Österreich lebt sie vor allem im sonnigen Osten und Süden, in Deutschland breitet sie sich seit einigen Jahren weiter aus. Bei ihr siehst du, dass Ruhe und entschlossenes Handeln zusammengehören.
Was bedeutet es, wenn dir das Krafttier Gottesanbeterin begegnet?
Die Gottesanbeterin zeigt sich selten, und wenn sie dir begegnet, auf der Terrasse, am Weinbergrand oder wiederholt in Bildern und Träumen, bittet sie dich innezuhalten. Vielleicht greifst du derzeit nach allem gleichzeitig und verpasst dabei den einen Moment, in dem es leicht ginge. Sie zeigt dir, was gesammelte Aufmerksamkeit vermag. Erst ganz still werden, dann im richtigen Augenblick zugreifen: So bringt dich ihre Haltung weiter als jede Hast. Deine Intuition braucht keinen Lärm, nur einen stillen Platz in dir.
Welche Schattenseite hat das Krafttier Gottesanbeterin?
Kippt ihre stille Haltung, wird aus Sammlung ein Lauern. Nach außen wirkst du gelassen, innen bist du ständig auf dem Sprung, prüfst jedes Wort und wartest auf den Fehler der anderen. Oder du zögerst so lange, bis die Gelegenheit vorbei ist, weil der Moment nie vollkommen genug scheint. Echte Achtsamkeit ist weich und wach zugleich, nicht verkrampft. Setz dich heute fünf Minuten an ein offenes Fenster oder auf eine Bank im Grünen, beweg dich kaum und beobachte nur, ohne zu bewerten. Was du in dieser Zeit wahrnimmst, war vorher auch schon da.
Was möchte dir das Krafttier Gottesanbeterin sagen?
„Wie zum Gebet lege ich meine Fangbeine zusammen und werde ganz still. Leg auch du für einen Moment beiseite, was dich zerstreut. In der Ruhe wird deine Intuition hörbar, und oft kennt sie den richtigen Augenblick längst.“